Leute

Jürg Suter
Dr.-Ing., dipl. Geograf 

Während meiner 16-jährigen Tätigkeit als Eisenbahner habe ich viele Erfahrungen sammeln können. Ob und wie die Züge auf dem gesamten Streckennetz fahren ist keine rein technische Frage, denn es geht in erster Linie um Menschen. Deshalb haben wir es beim Schienenverkehr mit einem komplexen System zu tun, welches nur mit Hilfe von Simulationsmodellen genau untersucht werden kann. Die vorliegende Arbeit möchte einen Beitrag leisten, das System noch exakter beschreiben und damit verstehen zu können.

Als Geograf bin ich es mir gewohnt, die Umwelt zu beobachten und Regeln abzuleiten, mit welchen Forschungsfragen beantwortet und Hypothesen getestet werden können. Dabei kommen insbesondere oft auch für nicht messbare Faktoren qualitative Methoden zum Einsatz. Auf diese Weise wird die Wirklichkeit abstrahiert und formal beschrieben. Das Forschungslabor erlaubt es mir nun, mich eingehend mit der Welt der Ingenieure befassen zu dürfen. Am Beispiel der Konstruktionstätigkeit zeigt sich hier eine entgegen gesetzte Vorgehensweise: Ausgehend von einer verbalen Beschreibung werden Lösungsideen konkretisiert, um sie in die Wirklichkeit umzusetzen.

An dieser Stelle bedanke ich mich bestens bei allen Personen, die sich im Verlaufe dieses Projekts mit ihrem Einsatz beteiligen, engagieren und damit zum Erfolg beitragen.

 


Sebastian Straube
Informatiker

Als Vorstandsmitglied bin ich für den Bereich Informatik zuständig. Ausserhalb dieses Projektes bin ich als IT-Berater im Bereich Eisenbahn Sicherheitsmanagement im Unternehmen Lufthansa tätig. Meine Unterstützung galt am Anfang Jürg Suter bei seiner Dissertationsarbeit. Dabei befasse ich mich mit einem spannenden Teilprojekt. Jetzt wurde aus dem Projekt der Verein DESM gegründet und vertritt nun die Belange des Forschungslabors in Deisswil. Dieses Projekt ist eine Möglichkeit um heutige Fragestellungen, die in der Ausbildung nicht eindeutig beantwortet werden können, zu analysieren, zu bewerten und ggf. zu beantworten. Dafür ist es nötig eine relativ komplizierte Simulationsumgebung zu schaffen. Mein Aufgabenbereich rankt sich um die Instandhaltung der Simulationsumgebung und die Unterstützung bei IT-Fragen. Ausserdem bin ich verantwortlich für ein wichtiges Teilprojekt, in dem wir Methoden und Werkzeuge entwickeln, um Simulationskomponenten Modular in Simulationssysteme einzubinden. Es werden im ersten Schritt Stellwerke in die Simulationsumgebung eingebunden, die Stellwerklogik abgebildet und maschinell lesbar zur Verfügung gestellt.

 


Rolf Suter
Elektrotechniker

Als Elektrotechniker hat mich der technische Hintergrund der Eisenbahn immer besonders interessiert. So habe ich mir im Lauf der Jahre und auch bei meiner beruflichen Tätigkeit ein umfassendes Grundwissen der Bahntechnik angeeignet. Ich fühle mich dazu prädestiniert, am Projekt meines Bruders mitzuwirken, weil mich insbesondere Loksimulatoren aller Art immer besonders fasziniert haben.

 


Mike von Aesch
Betriebsleiter, Lokführer

Als Lokführer unterstütze ich Jürg Suter mit meinem Wissen und den Erfahrungen aus meinem Berufsalltag. Mit den Simulationen können wir verschiedene Szenarien üben, welche im täglichen Bahnbetrieb nicht möglich sind. Zudem können wir uns über neue Prozesse im Bahnbetrieb Gedanken machen und die Erkenntnisse den Eisenbahnunternehmungen präsentieren. Mit meiner früheren Tätigkeit als Bahnbetriebsdisponent kenne ich die Arbeit am Stellwerk und kann so die Zusammenhänge zwischen Zugverkehrsleiter und Lokführer besser verstehen und für die Simulationen anwenden.  

 

 

Lorenz Zahn
Lokführer

Trotz der Lage in direkter Nachbarschaft ist das Forschungslabor von mir unbemerkt entstanden. Ein Bericht im Eisenbahn Amateur weckte sofort mein Interesse. Ich fahre mit dem Zug als Lokführer oft vor der ehemaligen Kartonfabrik durch und habe bereits Erfahrung mit Simulation, allerdings nicht im Rahmen eines derart komplexen Systems. Daher sind die Forschungsergebnisse für mich sehr wertvoll und hilfreich. Persönlich fasziniert mich natürlich auch die technische Seite. Noch nie da gewesene interdisziplinäre Projekte entstehen zu sehen finde ich immer bezaubernd, vor allem wenn daraus ein direkter Nutzen für den öffentlichen Verkehr erfolgt. Meine Vereinserfahrung kann ich im Vorstand durch die Buchhaltung einbringen.

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